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Glymur - der versteckte Wasserfall

Autorenbild: Markus
Markus
4. Aug. 2019
2 Min. Lesezeit

Anfangs lässt er sich nicht blicken und man kann sich nicht vorstellen, dass hier der zweithöchste Wasserfall Island's sein soll. Nach einem steilen und ziemlich abenteuerlichen Aufstieg zeigt sich der Glymur dann aber von seiner ganzen Pracht.



Vom Parkplatz geht es durch Lupinenfelder sanft bergauf. Anfang August sind die meisten Blüten bereits verwelkt. Nur noch einzelne Spätzünder lassen erahnen, wie es hier im Juni aussehen muss, wenn Millionen Lupinen gleichzeitig blühen.


Nach einem kurzen Aufstieg wandern wir durch eine kleine Höhle steil bergab bis zum einem Fluss. Ein Baumstamm mit einem Halteseil macht die Überquerung des Wassers einfach. Zumindest im Sommer, denn von Spätherbst bis zum Frühling wird der Baumstamm entfernt, was die Überquerung sehr schwierig bis unmöglich macht.



Nur etwa eine Autostunde nördlich von Reykjavik abseits der Hauptverkehrsrouten liegt der wenig besuchte Glymur Wasserfall. Mit 196 Metern Höhe galt er als der höchste Wasserfall Islands bis er 2011 vom Morsarfoss (227 Meter) im Vatnajökull Nationalpark entthront wurde.

Nach der Überquerung des Flusses geht es sehr steil hinauf. Halteseile geben etwas Sicherheit und Zuversicht, dass der Aufstieg geschafft werden kann. Dann zeigt sich der Glymur zum ersten Mal. Ein feiner Wasserstrahl, der sich zwischen Moos bewachsenen Felsen in die Tiefe stürzt. Ein wunderschöner Anblick, von dem wie uns kaum satt sehen können. Wir steigen weiter hinauf bis über den Wasserfall. Dort beginnt eine Hochebene, die endlos weit ist und eine mystische Ruhe ausstrahlt. Man kann sich sehr gut vorstellen, dass hier überall Elfen wohnen. Gegen unten öffnet sich der Blick Richtung Fjord. Der Ausblick ist so schön, dass man sich am liebsten setzen würde und nie mehr aufstehen möchte. Dann werden wir wieder zurück in die Realität geholt und müssen eine Stelle suchen, an der wir trocken über den Fluss kommen. Nachdem wir das geschafft haben, geht es über die Hochebene sanft ins Tal hinunter bis wir wieder bei unserem Auto ankommen.




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