Magische Schweizer Nacht am Stars in Town Schaffhausen

Aktualisiert: 4. Aug. 2025
Die Altstadt leuchtet. Die Stimmung ist entspannt, die Menschen fröhlich. Es riecht nach Sommerregen, Streetfood und Vorfreude. Wer einmal dabei war, weiss: Dieses Festival hat Seele und ist darum für uns zum einem fixen Sommer-Ritual geworden.
Mitten in der charmanten Altstadt auf dem Herrenacker verschmelzen historische Fassaden und Musik zu einer einmaligen Kulisse. Es ist kein Massenanlass, sondern fast familiär. Die Menschen stehen eng und doch hat es genug Platz und von überall gute Sicht auf die Bühne. Man lacht, tanzt, hört zu, isst etwas Feine. Das Publikum ist bunt gemischt: Junge, Familien, alte Fans, neugierige Neuzugänge. Alle kommen wegen der Musik. Und bleiben wegen der Atmosphäre.
Ob gross oder leise, wild oder gefühlvoll – die Bands bekommen hier mehr als Applaus. Sie bekommen echte Aufmerksamkeit. Und manchmal Gänsehaut. Das ist der Grund wieso auch sie immer wieder gerne nach Schaffhausen kommen und von der einmaligen Stimmung angesteckt werden.
Heute waren wir mit Simone da und genossen einen Schweizer Abend voller Höhepunkten:
Linda Elys, die Schweizer Singer-Songwriterin, die für ihre fesselnde Stimme und ihre zu Herzen gehenden Texte bekannt ist. Inspiriert von der Natur, spiegelt ihre Pop/Folk-Musik ihre Liebe zum Geschichtenerzählen. Leider haben wir nur noch den Schluss gesehen, trotzdem führte ihre wunderbare Stimme zum ersten Gänsehaut-Moment.
Lovebugs katapultierte uns mit ihren Britpop-ahnlichen bekannten Ohrwürmern nostalgisch zurück in die 2000er. Man spürte sofort: Diese Band hat etwas erlebt. Und das erzählen sie in ihren Songs. "Under my skin", "Bitter Moon", "Music Makes My World Go Round" sind Klassiker, die mit uns gewachsen sind. Es war warm, vertraut und wunderbar ehrlich. Keine Show, sondern Begegnung. Der Sound war gewohnt gut doch leider merkt man ihnen das Alter an und die Bühnenpräsenz kam nicht mehr ganz an frühere Jahre heran.
Nemo war anders. Und das war gut so. ESC-Sieger und absolutes künstlerisches Talentwunder brachten sie den Herrenacker zum Kochen. Ein Drummer, ein Keyboarder und Nemo. Sie sprengen Genres und passen in keine Schublade. Zwischen Oper, Pop und Rap passiert die Magie. Die Botschaften sind klar, die Performance stark. Nemo steht für Vielfalt, Freiheit und Veränderung und ist ein begnadetes künstlerisches Multitalent - beim Singen, Tanzen, an den Drums und am Keyboard. Und zeigt dabei: So sieht die Zukunft aus, wenn sie singt. Der Abschluss mit dem Überhit "The Code" war nochmals ein unglaubicher Gänsehaut-Moment.
Zum Schluss: Hecht. Kaum stehen sie auf der Bühne, tanzt ganz Schaffhausen. Es wird gesungen, gehüpft, gelacht. Mit ihren Hits wie "Charlotta", "Kawasaki" oder "Mon Amour" bringen sie einfach gute Laune, ohne Kitsch, aber mit viel Wucht. Man will gar nicht, dass es aufhört. Sie verwandeln die Altstadt in einen einzigen, grossen Open-Air-Club, auf Schweizerdeutsch, charmant und absolut authentisch.
Trotz anfänglichem Regen, war es einmal mehr ein wunderschöner Abend auf dem Herrenacker, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.


