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Santana - wenn Gitarren weinen und Drums fliegen lernen

Autorenbild: Markus
Markus
28. Juni 2025
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Aug. 2025

Es war kein gewöhnlicher Samstagabend in Zürich – es war ein magischer. Am 28. Juni 2025 verwandelte Carlos Santana das Hallenstadion in ein pulsierendes Klanguniversum, in dem jede Note eine Geschichte erzählte – und jedes Solo ein Kapitel für sich war.


Schon mit dem ersten Akkord war klar: Das hier war keine Retrospektive, sondern eine lebendige, explosive Feier seiner Musik. Während Santanas Gitarre zwischen weinenden Bendings und messerscharfen Läufen pendelte, wurde das Publikum in einen hypnotischen Rausch versetzt. Black Magic Woman fühlte sich an wie ein Gebet, Europa wie eine innere Reise. Und dazwischen: diese Solos von grossartigen Musikern.


Und dann kam Cindy.


Cindy Blackman Santana – nicht nur Ehefrau, sondern eine Naturgewalt am Schlagzeug. Ihr Drum-Solo war kein Füller zwischen zwei Songs, sondern ein Hauptact für sich. Mit Präzision, Kraft und einem Timing, das irgendwo zwischen Jazz-Genie und Rockgöttin pendelte, liess sie die Sticks wie Schwerter tanzen. Was sie in fünf Minuten auf die Felle zauberte, war pure Ekstase. Der Saal tobte, während sie das Schlagzeug in ein sprechendes, stampfendes, donnerndes Wesen verwandelte.


Die Band folgte ihr wie in Trance – Bass, Percussion, Keyboard: alles diente dem Groove, den Cindy wie eine Dirigentin aus der Tiefe trieb. Und dann, fast beiläufig, stieg Carlos wieder ein. Die Gitarre schluchzte, jubelte, stieg auf. Zwei Energien, die sich nicht übertrafen, sondern ineinander verschmolzen.


Fazit: Santana in Zürich war kein Konzert – es war eine Meisterklasse in musikalischer Magie. Gitarren sprachen, Drums explodierten, und das Publikum war mittendrin in einem Sturm aus Rhythmus und Seele. Wer dabei war, wird noch lange davon träumen – und wer es verpasst hat, sollte sich dringend ein Schlagzeugsolo von Cindy anhören.



Setliste

  • Soul Sacrifice

  • Jin-go-lo-ba

  • Evil Ways

  • Black Magic Woman

  • Oye como va

  • Maria Maria

  • Foo Foo

  • Everybody's Everything

  • Bass Solo

  • Samba pa ti

  • Batuka

  • No One to Depend on

  • She's not there

  • Hope you're feeling better

  • The Game of Love

  • (Da le) Yaleo

  • Put your lights on

  • Corazon espinado

  • Toussaint L'Ouverture

  • Smooth


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