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Renoir & Cézanne – Zwei Giganten in der Fondation Gianadda

Autorenbild: Markus
Markus
16. Nov. 2024
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. Juli 2025

Wer hätte gedacht, dass ein Besuch in Martigny zur Zeitreise in die Pariser Kunstszene des 19. Jahrhunderts wird? Die Fondation Gianadda zeigt 2024 eine hochkarätige Ausstellung, die zwei ganz unterschiedliche Malergrössen aufeinandertreffen lässt: Pierre-Auguste Renoir und Paul Cézanne.


Beide wurden 1839 geboren und trotzdem könnten ihre Wege kaum unterschiedlicher gewesen sein:


Renoir, der Sohn eines Schneiders, begann als Porzellanmaler. Er liebte das Leben, die Schönheit, das Licht – und das sieht man. Seine Werke feiern das Sinnliche: badende Frauen, verspielte Gartenfeste, sanfte Farben. Renoir war ein Menschenfreund, charmant und gesellig – und seine Bilder strahlen genau das aus.


Cézanne dagegen war der Grübler unter den Impressionisten. Still, oft in sich gekehrt, vergrub er sich in der Natur seiner Heimat bei Aix-en-Provence. Er kämpfte lange mit Zweifeln - seine ersten Werke wurden von der Pariser Kunstwelt gnadenlos abgelehnt. Doch er blieb sich treu, malte weiter, suchte die Struktur hinter dem Sichtbaren. Heute gilt er als Vater der Moderne, Wegbereiter für Picasso und den Kubismus.


Wer hätte gedacht, dass sich Impressionismus und Postimpressionismus so elegant in Szene setzen lassen?


Was passiert, wenn der weiche Pinselstrich von Pierre-Auguste Renoir auf die kantige Strenge von Paul Cézanne trifft? Eine visuelle Unterhaltung, die nicht nur die Augen, sondern auch die Gedanken kitzelt. Während Renoir den Zauber des Lichts und der Sinnlichkeit feiert, zerlegt Cézanne die Welt in geometrische Formen – fast wie ein Vorbote des Kubismus. Die Fondation Gianadda präsentiert über 80 Werke, liebevoll kuratiert und in einem spannenden Kontrast arrangiert. Man wandelt durch Landschaften, Stillleben und Porträts, entdeckt Parallelen und Gegensätze – fast wie ein Streitgespräch auf Leinwand. Eine rundum gelungene Ausstellung.



Weekend mit Dulies auf dem Mont Pélerin


Den Besuch in der Fodation Gianadda haben wir zusammen mit Caroline und Grüeni im Rahmen eines Wochenendes im November auf dem Mont Pelerin gemacht. Das Wetter meint es gut mit uns und wir geniessen die farbenfrohen und stimmungsvollen Spätherbsttage mit guten Gesprächen, einem gemütlichen Kochabend und einem Spaziergang am See vor dem Besuch der grossen französischen Meister Renoir und Cézanne in Martigny.




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