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Victoria Falls: die Wucht des Sambesi

Autorenbild: Markus
Markus
18. Juli
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Sept.

Eintrittskarte in der Hand, Blick auf die Statue von David Livingstone, dahinter nur grüner Regenwald. Wir bezahlen den Eintritt zum Victoria Falls National Park auf der simbabwischen Seite und laufen an der Statue des Entdeckers vorbei, der die Fälle 1855 als erster Europäer sah. Aline ist leider krank im Hotel und verpasst das Spektakel.


Der Fussweg zieht sich über mehr als anderthalb Kilometer an gut einem Dutzend Aussichtspunkten vorbei, jeder mit einem eigenen Blick auf den Sambesi. Zwischen den Punkten wachsen Farne und Palmen so dicht, dass wir uns eher im Dschungel als in Simbabwe wähnen. Der feine Sprühregen der Fälle sorgt für ein eigenes, ewig feuchtes Klima. Regenschutz haben wir nicht dabei und können die Kamera und Kleidung nur knapp einigermassen trocken halten.


Am «Danger Point» geht es dann ganz nah an die Kante. Kein Geländer, nur nasser Fels und Gischt, die wie Nebel um uns wirbelt. Für einen Moment lichtet sie sich, und wir sehen zum ersten Mal die volle Breite des Wasservorhangs. Keine Fotografie und keine Erzählung hatte uns darauf vorbereitet, mit welcher Kraft sich der Sambesi hier über die Kante stürzt. Der Boden unter unseren Füssen scheint mitzubeben, das Donnern übertönt jedes Gespräch. Wir bleiben einfach stehen und staunen über die Wucht des Wassers und dem Regenbogen, der den Wasserfall ständig begleitet.



Der Rückweg führt gemächlich zurück zum Eingang, deutlich entspannter als der Hinweg, bei dem wir vor lauter Staunen kaum vorangekommen sind.


Übernachtet haben wir in der Ilala Lodge, mitten in Victoria Falls Town und nur einen Spaziergang vom Park entfernt. Am Abend, zurück von unserer Wanderung, sitzen wir auf der Terrasse, und plötzlich steht ein Elefant am Wasserloch im Garten. Kurz darauf traben zwei Warzenschweine über den Rasen, als wäre das die normalste Sache der Welt.


Ein Tag, der mit Donnern begonnen hat, endet mit Rüsseln und Hauern direkt vor der Terrassentür.



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