top of page

Isländische Spezialitäten auf dem Teller

Autorenbild: Markus
Markus
8. Aug. 2019
1 Min. Lesezeit

Feine Nasen haben es schwer, trotzdem lohnt es sich in den Islandferien einmal diese zwei Spezialitäten zu probieren.


Puffins - eben noch in der Natur fotografiert, erscheint dieser lustige Vogel am nächsten Tag als Vorspeise auf der Speisekarte im Heydalur Guest House. Gisli, einer der zwei Gastgeber konnte mir den Geschmack nicht beschreiben. Irgendwo zwischen Känguru und Leber war seine nüchterne Einschätzung. Egal, mein Entschluss stand fest - heute wird so ein Vogel probiert.


Zu meinem Leid war Leber die passende Geschmacksbeschreibung. Zudem war er gleichmässig braun, grau, schwarz durchgebraten. Ich hatte mir eher ein zartrosa Inneres vorgestellt. Serviert wurde der Puffin auf einer wunderbaren eingekochten Heidelbeer-Sauce begleitet von einer zweiten Sauce aus Heidelbeeren, Soja und Sesam. Beide schmecken sehr gut und halfen mir, den eher trockenen Puffin mit seinem Lebergeschmack zu essen.



Das zweite kulinarische Highlight ist Hákarl. Der Grönlandhai, aus dem diese Spezialität besteht, ist überhaupt nur essbar, weil dieser über Monate fermentiert wird. Dadurch verschwinden die im Fisch enthaltenen natürlichen Gifte. Der Effekt dabei ist aber, dass das Fleisch sehr intensiv nach Ammoniak schmeckt und stark verfault riecht. Den Geschmack zu beschreiben fällt schwer. Irgendwo zwischen sehr stark stinkendem Käse bis hin zu einer Kombination aus den ekligsten Geschmäckern, die man sich vorstellen kann. Dennoch, Hákarl ist die Spezialität auf Island und muss unbedingt probiert werden.

bottom of page