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Saint-Malo: Piraten, Crêpes, Meeresluft und viel Geschichte

Autorenbild: Markus
Markus
16. Juni 2025
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Juli 2025

Wer durch die alten Granitmauern von Saint-Malo tritt, merkt schnell: Hier weht ein anderer Wind – salzig, wild und voller Geschichten. Diese bretonische Stadt an der Smaragdküste ist keine gewöhnliche Hafenstadt. Sie ist ein echtes Abenteuer in Kopfsteinpflasterform.


Früher war Saint-Malo das Zuhause von Korsaren – also im Prinzip Piraten mit offizieller Erlaubnis. Statt Papageien hatten sie königliche Siegel, und statt Schatztruhen plünderten sie im Namen Frankreichs englische Handelsschiffe. Heute zeugen beeindruckende Festungsmauern, dicke Kanonen und das maritime Museum noch von dieser wilden Vergangenheit.


Ein Spaziergang auf der Stadtmauer (die man komplett umrunden kann) bietet Kino-reife Ausblicke: auf das türkisgrüne Meer, die vorgelagerten Forts, das Gezeiten-Spiel der Insel Grand Bé – wo Chateaubriand begraben liegt – und die feinsandigen Strände, die bei Ebbe plötzlich riesig werden.


Drinnen in der Altstadt warten enge Gassen, urchige Crêperien, Buchläden und Boutiquen, die genauso verwinkelt sind wie die Stadt selbst. Für unseren Geschmack war das kulinarische Angebot dort jedoch etwas zu touristisch, und durch die engen Häuserschluchten fehlte oft die Sonne. Deshalb zog es uns zum Tagesausklang nach draussen, an die Grande Plage du Sillon. Dort, direkt am Meer, mit Sand unter den Füssen und einem kühlen Glas Rosé in der Hand, liessen wir den Abend auf der Terrasse des gemütlichen Restaurants im Hotel Les Charmettes ausklingen. Sonnenuntergang inklusive.


Unser Fazit: Beim nächsten Besuch buchen wir gleich dort ein Zimmer.



Saint-Malo ist auch bekannt für den starken Tidenhub mit einem Unterschied zwischen Ebbe und Flut von bis zu 13 Metern - einem der grössten in ganz Europa. Der Grund dafür: Saint-Malo liegt in der Bucht des Mont-Saint-Michel, einem Gebiet mit besonders starker Gezeitenwirkung. Die trichterförmige Küstenlinie und die flachen, weiten Strände sorgen dafür, dass das Wasser besonders schnell und weit zurückweicht – und ebenso schnell wiederkommt. Ein besonderes Naturspektakel bietet sich am Plage du Sillon bei Sturm, haben wir nicht erlebt, aber wie dieses Bild aus den Internet zeigt, sehr eindrücklich und wohl besser, wenn man die Fenster gut schliesst.



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