Zu Gast bei Rochen und Haien

Béa hat mir zum 50. Geburtstag eine Reise nach Wahl geschenkt und wir verbringen gemeinsam ohne die Kinder eine Woche in Veligandu auf den Malediven.

Schon die Anreise ist spektakulär. Nach einem guten Flug mit Edelweiss und einem kostenlosen Upgrade in die Business-Class, kommen wir in Malé an. Dort werden wir von einem Schalter zum nächsten und weiter zum Check-In von Trans Maledivian Airlines geleitet. Mit dem Bus geht es weiter zu einer Lounge am Wasserflughafen. Das Ganze wäre sicher mit weniger Stationen und Leuten möglich. Aber egal, alle sind sehr freundlich und hilfsbereit und jeder soll einen Job haben. Der Flug zu unserer Insel dauert rund 15 Minuten. Ist schon eindrücklich das erste Mal mit einem Wasserflugzeug zu fliegen. Das Meer schimmert tiefblau mit türkis-blauen Flecken rund um die ringförmigen Riffs, an denen wir vorbeifliegen. Die Vorfreude auf unsere Insel steigt mit jeder Minute.
Veligandu ist eine sehr schöne Resortinsel im Northern Ari Atoll der Malediven. Ausser Mitarbeitern des Resorts gibt es hier keine festen Einwohner.
Das Aufwachen ist jeden Tag, wenn es nicht gerade regnet, ein Erlebnis. Der Blick aus dem Waterbungalow auf das türkisblau schimmernde Wasser ist so schön, dass man sich fragt, ob man noch träumt oder bereits wach ist. Es ruft förmlich danach die Badehose anzuziehen und raus auf das Deck zu gehen. Es dauert nicht lange bis man den ersten dunklen Schatten erspäht. Ein Stachelrochen schwingt elegant seine grossen Flügel und bahnt sich langsam seinen Weg durch das seichte Wasser des Riffs. Etwas zielstrebiger, aber nicht minder elegant ist der nächste Gast unterwegs. Schlank und spitzig, knapp 1.5 Meter lang - ein Schwarzspitzen-Riffhai schaut vorbei. Es ist unglaublich diese majestätischen Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Einfach alles vergessen und den Moment geniessen und das alles schon vor dem Frühstück.
Schnorcheln ist diese Woche unsere Hauptbeschäftigung. Sogar Béa kann ihre Angst überwinden und findet Gefallen daran, die Fische zu beobachten. Direkt vor dem Bungalow startet das Hausriff. Elegant ziehen die Rochen hier ihre Runden. Weiter draussen am äusseren Rand des Riffs geht es scheinbar endlos in die Tiefe. Die Farbe des Wassers ändert sich von türkisblau in ein sattes dunkelblau. Hier tummeln sich die grösseren Fische und Schildkröten knabbern an den Korallen. Ab und zieht kommt ein Hai vorbei und sich sich seine Beute. Wir gehören zum Glück nicht dazu. Ein wunderschönes Schauspiel, das man als stummer Zeuge beobachtet.
Neben Schnorcheln geniessen wir die Zeit zu Zweit, schlafen lange, essen gut, lesen, spielen Scrabble und laufen von Bar zu Bar. Perfekt zum Abschalten, aber wir sind uns einig: eine Woche reicht auch, vor allem weil es diese Woche sehr oft noch regnet.


